Český porcelán / Böhmisches Porzellan in Dubí

75 Punkte für Ihr Interesse

Das weltbekannte Porzellan mit blauem Muster, das sog. „Zwiebelmuster“ ist berechtigterweise offizieller Inhaber des Titels „Familiensilber“. Seine angebliche Verbindung mit Zwiebeln ist allerdings irrtümlich. In Wirklichkeit ist es das Motiv eines Granatapfels, an den es entfernt erinnert. Das berühmte Muster stammt aus Pflanzenmotiven, seine Inspiration erhielt es durch die ostasiatische Philosophie, wurde aber dem europäischen Stil angepasst. Und wie wurde diese Legende geboren? Im Jahre 1885 begann der neue Besitzer des ehemaligen Tschinkelschen Porzellanwerkes C. Teichert Porzellangeschirr nach dem Meißener Muster herzustellen, mit dem Dek or eines Granatapfels, der an eine Zwiebel erinnert; deswegen wurde es Zwiebelmuster genannt. Ein weiterer Besitzer der Porzellanfabrik, Bernhard Bloch setzte die Produktion des Porzellans fort und führte zusätzlich die Herstellung von Waren aus Siderolith ein. Die Produktion wurde erst während des Krieges eingestellt, als die Fabrik im Zwangsverkauf in die Hände von H. Widera aus Thüringen gelangte, der einfaches Porzellan für die Armee herstellte. 1944 kam die Produktion völlig zum Erliegen, der Betrieb wurde erst nach dem Krieg wieder aufgenommen. Dem Eichwalder Porzellan gelang es, sein weltweites Ranommee nicht zu verlieren und bewahrt es bis heute. Es erwarb viele internationale Prestigepreise und wird auch „Porzellan mit blauem Blut“ genannt.

Kontakte