Geschichte und Entwicklung der Dubí

Geschichte und Entwicklung der Dubí

Geschichte und Entwicklung der Stadt Dubí

Einleitung

Durch das Anschließen der früher selbständigen Gemeinden Bystřice, Běhánky, Drahůnky und Pozorka an Dubí entstand im Jahre 1960 eine neue Gebiets- und Verwaltungseinheit, die Stadt Dubí. Diese wurde im Jahre 1980 um die Grenzgemeinde Cínovec und die anliegende Gemeinde Mstišov erweitert, wodurch ein umfangreiches territoriales Selbstverwaltungsgebiet mit neuntausend Einwohnern entstand, das sich von der Staatsgrenze zu Deutschland bis zu dem Katastralgebiet der Kreisstadt Teplice auf einer Fläche von 33 km2 ausbreitet.

Im Zusammenhang mit der historischen Entwicklung der Stammgemeinde Dubí erhielt zwar die Stadt im Jahre 1966 den Status eines Kurortes, doch die Intensivierung des Kurortcharakters dieser Stadt stoß auf erhebliche Schwierigkeiten, und das besonders aus Gründen der entwickelten lokalen Industrie und der Braunkohlvorräte, die sich unter dem größeren Teil der Stadt befinden.

Gerade die entfaltete Vision einer zukünftigen Entwicklung des oberflächigen Braunkohleabbaus im Abbauraum Proboštov führte zur Verkündigung einer Bausperre für den überwiegenden und entscheidenden Teil der Stadt.
Gerade diese Bausperre blockierte vollständig für lange Jahrzehnte alle Tätigkeiten, die mit der Entwicklung und dem Aufschwung der Stadt und mit ihrer Instandhaltung und Erneuerung einen Zusammenhang hatten. Aus o. g. Gründen haben die übergeordneten Organe der staatlichen Verwaltung keine Zustimmung zur Erstellung einer kompletten raumordnerischen Planungsdokumentation erteilt, die als eine grundsätzliche Unterlage für einen gezielten Entscheidungsprozess im Bereich der Kommunalverwaltung und der staatlichen Verwaltung dienen konnte.

Die Entwicklung dieser Stadt hat sich deshalb für einen langen Zeitraum mehr oder weniger chaotisch und konzeptionslos in Form einzelner nichtzusammenhängender Aktionen und Initiativen entwickelt, wobei die heutzutage oft kritisierten "Denkmäler" der Vergangenheit entstanden sind. Aufgrund von Gesprächen der Stadtleitung mit der Generaldirektion des Braunkohlenbergbaubetriebes Most ist es gelungen geringfügige Zugeständnisse in der verkündigten Bausperre zu erörtern.

Dank diesem gelang es, für die Stadt bedeutsame Aktionen im Bereich der Tief- und Leitungsbauwerke konzeptionell vorzubereiten und kontinuierlich umzusetzen - es wurden die Gas- und Abwasserleitungen in den wichtigsten Stadteilen verlegt.

Nach Aufheben der Bausperre im Jahre 1990 stand die Stadt Dubí vor dem Problem, wie nicht nur rational und zielgerichtet mit der Stadterneuerung zu beginnen, sondern auch wie das konzeptionelle Programm ihrer Entwicklung und des zukünftigen Aufschwungs vorzubereiten und zu erfüllen. Für diese Maßnahmen war es dringend nötig, beschleunigt Unterlagen für die Erstellung der fehlenden Raumordnungsplanungsdokumentation vorzubereiten und gleichzeitig das Konzept der Selbstverwaltung (Stadtrat, Vorstand, Kommissionen) vorzustellen, mit welchem diese vor die breite Öffentlichkeit trat, und mit den verarbeiteten Kommentaren dann diese Unterlagen als eine Stellungnahme an dem Auftragnehmer des Bebauungsplans übergab.

Mit der Erarbeitung der bisher fehlenden Raumordnungsplanungsdokumentation gewann dann die Stadt Dubí die grundsätzlichen Unterlagen für eine konzeptionelle Entwicklung und Entfaltung der Stadt und das Dokument für einen gezielten Entscheidungsprozess der Selbstverwaltungs- und Staatsverwaltungsorgane, das im September 2008 verabschiedet wurde.

Gegenwärtig ist ein Dokument erstellt, das die Voraussetzungen einer weiteren konzeptionellen Entwicklung des gesamten Stadtgebietes darstellt.

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Allgemeine Gebietscharakteristik

Die Stadt Dubí liegt, ohne den Grenzgebiet Cínovec, am Fuße des Erzgebirges auf 450-250 Metern Meereshöhe. Der größere Teil der Stadt liegt im nordböhmischen Braunkohlebecken, das durch die Folgen der heutzutage schon historischen Tiefbau- und späteren Tagebautätigkeit belastet ist.

Unter einer kräftigen geomorphologischen Kulisse des Erzgebirgs-Hangs liegen Teile der Gemeinden Mstišov, Pozorka, Bystřice, Běhánky und Drahůnky.

Die eigene Gemeinde Dubí liegt dann in Richtung SSO - NNW eingekeilt durch das tiefe Erosionstal des Baches Bystřice in den bewaldeten Hang des Erzgebirgsmassivs.

Die geomorphologische Lage der einzelnen Stadtteile beeinflusst nicht nur die unterschiedlichen Klimabedingungen der einzelnen Gebiete, sondern durch ihre geologische Struktur werden auch die Bedingungen und Probleme ihrer Weiterentwicklung vorbestimmt.

Trotz der negativen Auswirkungen der Industrie und des Bergbaus auf die Umwelt kann man sagen, dass die Waldbestände rund um der bebauten Gebiete deutlich weniger betroffen sind als Waldteile auf einer Meereshöhe von 600 Metern oder höher. Trotz allem obliegt das Gebiet in seinem gesamten Umfang zu den typischen Inversionsgebieten.

Der wichtigste Wasserlauf ist in diesem Katastergebiet der Bach Bystřice, der genauso, wie die kleineren parallel gelegenen Laufe (Mstišovský und Račí Bach), den Wasserüberschuss aus dem wasserwirtschaftlich genutzten Sammelgebiet des Flusses Malše ableiten. Obwohl der Wasserstand der einzelnen Wasserläufe im Durchschnitt nicht hoch und der Hauptstrom des Baches Bystřice geregelt ist, sind Fälle bekannt, wann es bei einem Jahrhunderthochwasser in seiner Nähe zur Überflutung aus dem Flussbett, zur Beschädigung der Regulation und der Gebäude kam. Da der Hauptwasserlauf dem Verlauf der Hauptstraße ungefähr folgt (internationale Straße E55 Teplice-Cínovec) und diese mehrmals überquert, besteht die ständige Gefahr einer Wasserverunreinigung durch Erdölprodukte, die von der Straßenoberfläche weggespielt werden oder bei Kraftfahrzeugunfällen durchsickern.

Durch das eigene Stadtgebiet führen zwei Hauptverkehrsadern, die internationale Straße E 55 und die Staatsstraße Nr. 13 in Richtung Karlovy Vary - Liberec. Diese Straßen bilden das wichtigste Straßenkreuz, das durch das Erzgebirgsmassiv und entlang an seinem Fuße führt. Auf dem Gebiet der Stadt werden dann diese Straßen durch ein System von Kreis- und örtlicher Verkehrsstraßen ergänzt, die in der Regel in die Zentren der einzelnen Stadtteile führen.

Trotz einer hohen und ständig steigenden Verkehrsbelastung der internationalen Straße wurde die Alternative einer Verkehrsumgehung der Stadt auf der Westseite definitiv abgelehnt. Neben dem Straßennetz ist zu erwähnen, dass entlang des NW und SÖ Randes des Gebietes zwei weniger bedeutende Eisenbahnstrecken führen (Nr.135 Most-Moldava und Nr.132 Oldřichov-Děčín). Abgesehen von diesen Straßen ist das Gebiet der Stadt mit einem dichten Netz bedeutender und lokaler unter- und oberirdischer Versorgungsnetze versehen - Wasser-, Gas-, Energieleitungen und Fernmeldekabel. Das nahezu gesamte Stadtgebiet liegt in der äußeren Schutzzone der Heilwassernaturquellen, d.h. der Teplitzer Thermen.

Der eigenen Stadt Dubí fehlt ein prägnantes Stadtzentrum und nahezu jede der früher angeschlossenen Gemeinden hat ihr eigenes unabhängiges Zentrum, das an dessen historische Entwicklung erinnert.

Die historische Entwicklung der Stadt und ihrer einzelnen Teile

Die Gebiets- und Verwaltungseinheit Stadt Dubí bildete man im Jahre 1960, wann es zu einem administrativen Zusammenschluss einiger Gemeinden kam, und danach im Jahre 1980, als die Stadt in diesem Bereich ihre heutige Gestaltung angenommen hat. Wenn auch seit diesem Zeitpunkt bereits zwei Jahrzehnte vergangen sind, ist die Stadt (die im Jahre 1994 ihr 500jähriges Jubiläum feierte) keine wahrhafte Einheit, sondern immer nur noch ein Konglomerat indigener Gemeinden, und das wie aus der territorialen Sicht, so auch im Hinblick auf die Denkweise ihrer Bewohner.

Der Stadt fehlt ein wahrhaftig integrierendes Stadtzentrum mit ansässigen Büros, Dienstleistungen und weiteren Aktivitäten im wahrsten Sinne.
Es ist klar, dass angesichts der historischen und sozialen Entwicklung in den verschiedenen Teilen der Stadt bei den Integrationsbemühungen die Identität und der Charakter der einzelnen Teile erhalten bleiben müssen.
Dies geht letztendlich aus einer kurzen geschichtlichen Sicht auf die einzelnen Stadteile und deren Charakteristik hervor.

Stadtteil 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Dubí 3.275 3.440 3.454 3.544 3.603 3.658 3.749 3.741

3.751

3.767
Běhánky 758 811 830 852 854 846 897 911 916 902
Bystřice 1.073 1.103 1.122 1.134 1.152 1.188 1.219 1.043 1.221 1.224
Cínovec 66 67 63 67 63 68 73 70 80 86
Drahůnky 266 271 285 301 317 314 330 267 349 335
Mstišov 413 430 433 446 451 451 466 379 452 466
Pozorka 1.992 1.961 1.802 1.057 1.087 1.128 1.154 920 1.136 1.170