Dubí

Dubí

Dubi

Die ersten Erwähnungen über Dubí sind in den städtischen Büchern der Stadt Krupka (Kraupen) zu finden und stammen aus den Jahren 1488 bis 1494. Diese Angaben sagen noch über keine Siedlung aus, sondern über einen Ort, wo vorübergehend und saisonbedingt die Bergleute aus Krupka schlafen, die in der Umgebung Zinn abbauen und schwemmen.

Die Siedlung bekam ihren Namen nach den ausgedehnten Eichenwäldern, die sich in der Umgebung befanden und die auch die ursprüngliche Waldkultur bildeten. Dubí (Eichwald), wurde allmählich zu einer Siedlung, die aus Schuppen für Bergleute, Pferdeställen, Erzaufbereitungshütten, Mühlen und Sägewerken bestand, die Holz für Bergbauarbeiten und als Brennstoff in den Hütten verarbeitet haben.

Seit dem 16. Jahrhundert wird Dubí auf Dauer zum Teil der Herrschaft Teplice (Teplitz) und ist eine Gemeinde, die berühmt ist mit ihren Hütten, Mühlen, Sägewerken und Hämmer. Im späten 16. Jahrhundert wurde hier ein großer Wildpark gegründet und das Jagdhaus „Barvář“ gebaut und bald wurde hierher auch die Forstverwaltung der Herrschaft Teplice verlegt. Das führt zu einer weiteren Entwicklung der holzbearbeitenden Sägewerke, der Betriebe für die Herstellung von Holzwolle und Papier.

Die günstige Lage der Gemeinde an einem mittelalterlichen Handelsweg von Böhmen nach Sachsen veranlasste die Entstehung von Fuhrman-Umspannwirtshäusern, von Geschäften und weiteren Betrieben für eine Eisen- und Metallverarbeitung, für die Herstellung von Schießpulver, von Keramik und später auch von Glas.

Es verbesserte sich auch die Verkehrsverbindung mit den umliegenden Dörfern und mit der Stadt Teplice und so wurde dieses Gebiet zum Ausflugsziel für die Kurgäste aus Teplice. Die Bedeutung der Gemeinde, insbesondere die des Handels, stieg in den Jahren 1849 – 1851 durch die Fertigstellung der Straße Dubí - Cínovec. Seit der Hälfte des 19. Jahrhunderts hat die Gemeinde auch ihre eigene Schule. Dieser Zeitraum wird auch zur Epoche des Beginns des Kurwesens, das der Öffentlichkeit im Jahre 1862 zugänglich gemacht wurde. Die Kurgebäude haben mehrere wichtige Entwicklungsphasen begangen.

Eine Orientierung auf das Kurwesen, die Erholung, den Tourismus und Handel hat definitiv den ursprünglichen Bergbaucharakter der Gemeinde verwischt. Am 1. 11. 2008 werden aufgrund des Interessenrückgangs für Kurprozeduren und wegen der schlechten finanziellen Lage des Kurortes Teplice zu diesem Zeitpunkt die historischen Bäder geschlossen.

Der Ruf der Stadt wurde durch den Bau der Kirche der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria (1898-1906), die eine Kopie der venezianischen Kirche Santa Maria dell 'Orto ist, unterstrichen. Dieses Gebäude wurde allmählich berühmter als die eigenen Kurgebäude und ist ein eindeutiger Meilenstein der Gemeinde im tiefen Schoß des Erzgebirges.

Die eindeutige Ausrichtung der Gemeinde unterstrichen auch weitere Aktivitäten, wie z. B. die ausgeprägten Parkanlagen und Waldparks, die Promenadenpfade, die Rodel- und Bobbahn und Skisprungschanze und auch die Verbindung der Gemeinde mit Teplice durch eine romantische Straßenbahnstrecke. Die Bevölkerungszahl dieses Städtchens lag während der I. Hälfte des 20. Jahrhunderts zwischen 4 500 bis 5 000 Menschen, und das mit einer hohen Prävalenz der Bürger deutscher Nationalität. Heutzutage leben hier 3 730 ständige Einwohner.

Die historische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung von Dubí und die Bevölkerungsanzahl waren wohl die Hauptgründe dafür, dass im Jahr 1960 Dubí zu einem integrierenden Zentrum einer neu geschaffenen territorialen Verwaltungseinheit wurde, die auch ihren Namen übernahm.